Was ist seit dem 23. September neu?
Wir haben die offiziellen Modellankündigungen, Produktnotizen, Hilfeseiten und API-Changelogs von OpenAI, Anthropic, Google und Microsoft erneut geprüft. Der Schwerpunkt liegt auf Änderungen vom 23. bis 29. September 2026 für Unternehmen mit etwa 5 bis 250 Beschäftigten. Bereits behandelte Funktionen wie GPT-6 Sol und Luna, Claude Docs oder Gemini 3.8 erscheinen hier nur, wenn es eine neue Entwicklung oder einen wichtigen Korrekturbedarf gibt. Die verlinkten Ratgeber bleiben für die ausführliche Einrichtung zuständig.
Redaktionsschluss: 29. September 2026, 21:18 Uhr MESZ. Der DevDay-Teil berücksichtigt alle 25 Produktkarten der offiziellen Zusammenfassung und zusätzliche Details aus Produkt- und Entwicklerdokumentation. Eine Vorstellung auf dem Event bedeutet nicht automatisch, dass eine Funktion neu oder allgemein verfügbar ist. Preisangaben sind US-Listenpreise der Anbieter, keine Angebote von lol.marketing; Steuern und lokale Abrechnung können abweichen.
ChatGPT Pro 200 ist zurück: Sind die Limits halbiert?
Die aktuelle Pro-Hilfe bestätigt neue Abschlüsse für 200 US-Dollar im Monat mit weniger enthaltener Nutzung. Berechtigte Bestandskunden behalten das bisherige Kontingent bei aktivem Pro 200 bis zum 29. Oktober 2026. Danach wird es ebenfalls reduziert. Die Hilfe nennt keinen belastbaren Prozentsatz und keinen konkreten Berechtigungsstichtag. Deshalb lässt sich „knapp halbiert“ aus diesen Angaben nicht bestätigen.
Die vor DevDay geprüfte Codex-Preisdokumentation zeigte Pro 5x und Pro 20x sowie geschätzte Nachrichten je fünf Stunden. Diese früheren Schätztabellen belegen die neuen Kontingente nicht. Solche Schätzungen sind keine festen Wochenkontingente und lassen sich nicht mit einer Prozentanzeige für andere Modelle oder längere Aufgaben gleichsetzen. Wir rechnen daraus keinen vermeintlichen neuen Multiplikator aus.
Für Ihre Entscheidung sind die Angaben im eigenen Konto und eine mögliche Änderungsmitteilung ausschlaggebend. Notieren Sie Tarif, Modell, Aufgabenart und Resetfenster, bevor Sie alte und neue Nutzung vergleichen. Die hier genannten Dollarpreise sind Anbieterangaben; den tatsächlich berechneten Betrag für Deutschland prüfen Sie im Checkout. Ein persönliches Pro-Abonnement und ein Business-Workspace sind unterschiedliche Beschaffungsentscheidungen.
Work, Codex und Office: Nutzung gemeinsam planen
OpenAIs Credits-Hilfe beschreibt einen gemeinsamen agentischen Nutzungspool für unterstützte Funktionen in persönlichen Tarifen. Dazu gehören Codex, Work und die Office-Erweiterungen. Zusatzcredits sind außerdem keine API-Credits. Prüfen Sie deshalb bei einem knapp werdenden Kontingent auch zusätzliche Dokumentarbeit und nicht nur die Zahl Ihrer Coding-Aufgaben. Die Kaufoptionen hängen vom jeweiligen Konto ab.
Unsere Empfehlung: Messen Sie eine Woche lang die Kosten und Bearbeitungszeit einiger wiederkehrender Aufgaben einschließlich menschlicher Kontrolle. Halten Sie Modell und Aufwandseinstellung beim Vergleich konstant. Ein teurerer Tarif kann sich lohnen, wenn er Unterbrechungen reduziert; mehr enthaltene Nutzung ersetzt aber keine bessere Aufgabenbeschreibung. Entscheidend ist der Aufwand pro akzeptiertem Ergebnis.
DevDay: GPT-6.1 Sol, Pro 500 und Astra Ultrafast
OpenAI hat am 29. September Pro 500 für 500 US-Dollar pro Monat angekündigt. Der zunächst im Web buchbare Tarif bietet laut DevDay-Rückblick das 25-fache enthaltene Nutzungskontingent von Plus und Astra Ultrafast in Work und Codex. Der Faktor ist keine feste Token- oder Nachrichtenzahl. Unter den Pro-Abos ist Ultrafast Pro 500 vorbehalten; Zusatzcredits schalten diese Stufe bei Pro 100 oder Pro 200 nicht frei. Die Rückkehr von Pro 200 mit kleinerem Kontingent ist eine separate Änderung. Ein belastbarer öffentlicher Prozentsatz für diese Kürzung fehlt weiterhin.
Ultrafast ist eine schnellere Ausführung von GPT-6 Astra. Die Geschwindigkeitsangaben beziehen sich auf Token-Ausgabe und garantieren keine entsprechende Verkürzung jeder vollständigen Aufgabe. In der Work-/Codex-Dokumentation wird die enthaltene Nutzung mit dem achtfachen Standardverbrauch belastet; gekaufte Credits und Enterprise-Nutzung nach Verbrauch mit dem sechsfachen Satz. Berechtigte Enterprise- und Edu-Tarife können ebenfalls Zugang erhalten. Enterprise startet mit deaktiviertem Ultrafast. Vorgeschriebene Inferenzresidenz außerhalb der USA schließt die Funktion aus; allein der Unternehmenssitz entscheidet nicht.
GPT-6.1 Sol ist ein neues Modell für Coding, Computerbedienung und mehrstufige Wissensarbeit. Während der Produktpost es als verfügbar ankündigt, beschreibt die Detailhilfe einen gestaffelten Rollout: Pro zuerst, anschließend Plus, Business, Enterprise und Edu; Free und Go gehören zum Start nicht dazu. Enterprise und Edu benötigen die Modellfreigabe durch einen Administrator. In ChatGPT gehört das Modell zu Work und Codex und ist noch nicht im normalen Chat verfügbar. Standard und Fast sind vorgesehen, Ultrafast für GPT-6.1 Sol erst in den kommenden Tagen. Für einen KMU-Pilot eignen sich bereits bewertete Aufgaben, damit Qualität, Zeit und Verbrauch vergleichbar bleiben.
Dots: dauerhafte Agenten mit unterschiedlichen Ländergrenzen
Ein „dot“ arbeitet mit GPT-6 Astra auf einem eigenen Cloud-Computer und kann Aufgaben zwischen Gesprächen fortführen. Der Nutzer legt Ziel, verbundene Anwendungen und Handlungsspielraum fest. Für einen Betrieb wäre beispielsweise eine regelmäßig aktualisierte Projektübersicht denkbar, deren Ergebnisse eine verantwortliche Person prüft. Das ist ein möglicher Pilot, keine Zusage eines fehlerfreien autonomen Mitarbeiters.
Der gestaffelte Start richtet sich an berechtigte Erwachsene. Für Pro sind EWR, Schweiz und UK zunächst ausgeschlossen – damit auch Deutschland. Business Premium ist laut Dot-Hilfe in allen unterstützten ChatGPT-Regionen vorgesehen. Enterprise erhält eine Beta, die der Administrator zunächst aktivieren muss. Im ersten Monat zählt die Nutzung bei berechtigten Nutzern nicht gegen das jeweilige Plankontingent; die anschließenden Bedingungen sind noch nicht veröffentlicht. Daraus folgt keine dauerhafte kostenlose Nutzung.
Dots können Informationen verbundener Apps proaktiv lesen und daraus Erinnerungen bilden. Ein späteres Trennen der App löscht bereits übernommene Informationen nicht automatisch. Lokaler Computerzugriff startet deaktiviert und ist gesondert freizugeben. Die Einrichtung erfolgt am Desktop oder im Desktopbrowser; eine SMS-Beta ist auf berechtigte Pro-Nutzer in den USA beschränkt. Für einen ersten Test sollten Unternehmen einen begrenzten Datenbestand, klare Freigaben und ein überprüfbares Ergebnis wählen.
Zusätzlich kündigt OpenAI „Specialist Dots“ für Organisationen an: spezialisierte Agenten mit eigener Unternehmensidentität und gezielt vergebenen Zugriffsrechten. Dafür sind zunächst ausgewählte Enterprise-Piloten vorgesehen. Die angekündigte Zusammenarbeit mit Microsoft soll solche Dots künftig in die Governance- und Sicherheitskontrollen von Microsoft Agent 365 einbinden. Das ist weder eine allgemeine Freigabe dieser Unternehmensagenten noch eine bereits vollständig ausgelieferte Agent-365-Integration. Für KMU ist vor allem das Prinzip relevant: eine konkrete Aufgabe, ein verantwortlicher Mensch und nur die dafür benötigten Rechte.
Space, Pages, Folien und Meetings verbinden Dokumente und Teamarbeit
ChatGPT Space bündelt Pages, Dateien und gemeinsame Arbeit für berechtigte Pro-, Business- und Enterprise-Konten auf Web und Desktop. Bei freigeschalteten Konten ersetzt Space die Library; bestehende Projects bleiben separat. Enterprise-Sharing ist eine Vorschau mit ausdrücklicher Aktivierung. Pages ermöglichen gemeinsames Schreiben, Kommentare, Tabellen und interaktive Inhalte. Damit lässt sich etwa eine Projektentscheidung mit Ausgangsdaten, offenen Punkten und Zuständigkeiten in einem gemeinsam bearbeiteten Dokument festhalten.
Das Teilen einer Page öffnet keine privaten Chats oder Erinnerungen. Inhalte, die jemand in die Page übernimmt, sind jedoch für ihre Leser sichtbar. Verbundene Quelldateien behalten ihre eigenen Zugriffsrechte; eine daraus kopierte Zusammenfassung ist trotzdem neuer geteilter Inhalt. Gerade bei Kundenprojekten sollte das Team deshalb nicht nur den Dateizugriff, sondern auch die enthaltenen Auszüge vor einer Freigabe prüfen.
Das neue Meetings-Plugin erstellt aus Gesprächen persönliche Zusammenfassungen und Aufgaben in Space. Die detaillierte Hilfe beschreibt einen schrittweisen Beta-Rollout für Pro und Business in der macOS-Desktop-App. Enterprise erhält zunächst eine begrenzte Alpha über den Account Manager. Weitere Plattformen sollen später folgen. Audio wird nach der Verarbeitung gelöscht und lässt sich anschließend nicht abspielen. Wer Notizen teilt, gibt das Transkript nicht automatisch mit frei. Vor einem Pilot müssen Einwilligung, Aufzeichnungsfreigabe und Empfängerkreis geklärt sein; eine ausdrückliche Freigabe für jede Region nennt die Meldung nicht.
Gemeinsames Erstellen und Bearbeiten von Präsentationen ist eine weitere DevDay-Ankündigung für Space. Diese kollaborativen Folien sollen in den kommenden Wochen für Pro, Business und Enterprise kommen. Sie sind deshalb noch keine am 29. September allgemein verfügbare Funktion. Ein möglicher späterer Ablauf wäre, aus einer gemeinsam abgestimmten Page eine Kundenpräsentation zu entwickeln und diese im Team zu überarbeiten. Bis die Freischaltung im eigenen Konto sichtbar ist, sollten Unternehmen ihre bestehenden Präsentationsprozesse weiter einplanen.
Sites bearbeiten, Aktualisierungen planen und Profile teilen
Besitzer und Bearbeiter mit Plus oder Pro können eine veröffentlichte ChatGPT Site im Desktopbrowser wieder zur Bearbeitung öffnen, Änderungen prüfen und erneut veröffentlichen. Besitzer können außerdem wiederkehrende Cloud-Zeitpläne aus Automations anlegen. Diese Neuerungen gelten dort, wo Sites unterstützt wird. Eine neue Freigabe für Deutschland ist damit nicht belegt: Die geprüfte Codex-Hilfe nennt weiterhin EWR, Schweiz und UK als Ausschluss, während die allgemeine Sites-Hilfe keine entsprechende Länderliste enthält.
Davon zu unterscheiden ist die neue Einbindung unterstützter ChatGPT-Plugins in selbst erstellte Sites. Der DevDay-Rückblick nennt dafür Business, Enterprise, Healthcare und Edu. Kollegen können dieselbe Site mit ihren jeweils eigenen verbundenen Daten und Rechten nutzen. Diese Unternehmensankündigung ist keine pauschale Freigabe der Plugin-Einbindung für persönliche Plus-/Pro-Konten. Vorhandene Workspace- und Datenberechtigungen bleiben zu berücksichtigen. Die Sites-Hilfe weist außerdem darauf hin, dass Sites keine Daten- oder Inferenzresidenz unterstützt. Ein gehosteter interner Ablauf benötigt deshalb eine Prüfung von Inhalt, Zugriff und Betriebsanforderungen.
Teilbare ChatGPT-Profile können ausgewählte Sites präsentieren. Persönliche Profile starten privat; Besucher müssen bei ChatGPT angemeldet sein. Geschäftliche Profile unterliegen den Workspace-Einstellungen. Beim Enterprise-Start widersprechen sich die geprüften Angaben: Der DevDay-Rückblick nennt Business und Enterprise als verfügbar, während die Release Notes beziehungsweise Detailhilfe Enterprise noch als späteren Rollout beschreiben. Unternehmen sollten deshalb die tatsächliche Freischaltung im Workspace prüfen. Das Präsentieren einer Site erweitert ihre Zugriffsrechte nicht.
Mit ChatGPT in Drittapps anmelden und Kontingent freigeben
„Sign in with ChatGPT“ dient zunächst der Anmeldung bei teilnehmenden Diensten und ist laut Hilfe weltweit verfügbar, vorbehaltlich administrativer Regeln. Der Partner erhält Name, E-Mail-Adresse und gegebenenfalls Profilbild. Private Gespräche und Erinnerungen werden dadurch nicht freigegeben. Davon getrennt können berechtigte Plus- und Pro-Nutzer in einer begrenzten Vorschau einzelnen Partneranwendungen erlauben, ihr vorhandenes ChatGPT-Modellkontingent zu verwenden und dafür ein App-Limit setzen.
Diese Freigabe schafft kein zusätzliches Kontingent und benötigt keinen eigenen API-Schlüssel. Die Nutzung gekaufter Credits erfordert ein weiteres Opt-in; der Partner kann seine eigenen Leistungen trotzdem berechnen. Für die Budgetplanung müssen daher drei Dinge getrennt bleiben: Anmeldung, Datenberechtigung und Verbrauchserlaubnis. Ein einfacher Einstieg ist eine einzelne freigegebene Anwendung mit niedrigem Limit und einer dokumentierten Prüfung ihres tatsächlichen Verbrauchs.
Codex Cloud, neue CLI, Code Review und Security Cloud
Codex Cloud verwendet vorbereitete Umgebungen mit Repository, Werkzeugen und Abhängigkeiten. Jede Aufgabe erhält einen eigenen Arbeitsbereich und kann bei geschlossenem Laptop weiterlaufen; Ergebnisse sind über Web, Mobilgerät oder Desktop zugänglich. Vor der Nutzung wird die Umgebung eingerichtet, getestet und veröffentlicht. Die Dokumentation nennt derzeit Grenzen: Computer- und Browserbedienung sowie GitLab und selbst gehosteter GitHub Enterprise Server werden in diesen Umgebungen noch nicht unterstützt. Eine eigene Webanwendung lässt sich so beispielsweise über Nacht testen, ohne daraus automatisch eine Produktionsfreigabe zu machen.
Das Code-Review-Plugin ergänzt die gemeinsame Prüfung von Pull Requests, Zusammenfassungen, Diffs und Befunden in unterstützten Desktop- und Webansichten. Repository- und Workspace-Rechte bleiben maßgeblich. Codex Security Cloud sucht ergänzend in verbundenen GitHub-Repositories nach Sicherheitsproblemen, auf Anfrage, nach Zeitplan und in neuen Commits. Gefundene Probleme werden untersucht und mögliche Korrekturen zur Prüfung vorbereitet; vorgeschlagene Patches werden nicht automatisch auf das Repository angewendet.
Der DevDay-Rückblick nennt Pro, Business, Enterprise und Edu für Codex Security Cloud. Zusätzlich sind passende Berechtigungen, Repository-Einrichtung und Abrechnung erforderlich; die Tarifnennung allein bestätigt keine Freischaltung in jedem Konto oder jeder Region. Bestehende Security-Kunden müssen kostenpflichtiger Nutzung ausdrücklich zustimmen. Der darüber gewährte Daybreak-Blue-Zugang gilt innerhalb von Security Cloud und ist kein allgemeiner Modellzugang. Für KMU mit eigener Software ist ein begrenzter Scan eines freigegebenen Repositories mit anschließendem Review der belegten Befunde ein sinnvoller Einstieg.
Auch die Codex CLI erhält eine überarbeitete Oberfläche: Spracheingabe erleichtert die Aufgabenbeschreibung, und eine neue Ansicht über „/agents“ macht die Arbeit mehrerer Agenten zugänglich. Diese Produktankündigung ergänzt die einzelnen Wartungsversionen vom 25. und 28. September. Für ein Entwicklungsteam ist sie vor allem dann relevant, wenn mehrere klar abgegrenzte Teilaufgaben parallel bearbeitet werden. Sprachsteuerung und Agentenübersicht ersetzen weder Repository-Rechte noch die Prüfung von Änderungen vor Merge oder Deployment.
Teams und Team Tasks: gemeinsame Verantwortung für wiederkehrende Arbeit
Teams innerhalb von ChatGPT bündeln Kolleginnen und Kollegen eines Business- oder Enterprise-Workspaces. Pages und Spaces lassen sich dadurch mit einer Gruppe teilen. Gemeinsame Team Tasks laufen in der Cloud nach Zeitplan oder unterstützten App-Ereignissen. Berechtigte Mitglieder können Ergebnisse prüfen und Anweisungen weiterentwickeln. OpenAI führt diese Funktionen schrittweise ein. Für ein KMU wäre beispielsweise ein wöchentlicher Projektbericht aus ausdrücklich benannten Unterlagen ein sinnvoller Pilot.
Die Aufgabe nutzt konfigurierte Team-Verbindungen und deren Kontorechte. Persönliche Chats, Erinnerungen und App-Zugänge des Erstellers werden nicht automatisch übernommen. Neue Teammitglieder können auch frühere Aufgabenläufe sehen; die Mitgliedschaft synchronisiert sich nicht automatisch mit Slack oder Microsoft Teams. Die Admin-Dokumentation nennt Workspace-Credits und separate Ausgabenlimits für Teams. Vor dem Pilot gehören deshalb Quellen, Mitglieder, Budget und eine verantwortliche Person festgelegt.
@ChatGPT arbeitet direkt in Slack und Microsoft Teams mit
Nach Einrichtung durch die Administration lässt sich @ChatGPT in freigeschalteten Kanälen, Threads und Direktnachrichten ansprechen. Die Produktseite nennt Business, Enterprise und Edu. Mitarbeitende können in diesen Kanälen auch ohne individuelle ChatGPT-Lizenz mitarbeiten. So lässt sich aus einer Projektdiskussion gemeinsam ein Briefing entwickeln. Die Organisation muss dafür den Zugang bereitstellen; ein beliebiger Slack-Account genügt nicht.
Verbindungen und Berechtigungen bestimmen den Datenzugriff. Antworten sehen die Teilnehmer der Unterhaltung; Quelldateien können andere Freigaben haben. Für den Einstieg empfiehlt sich ein begrenzter Projektkanal mit einer klar definierten Aufgabe und überprüfbarem Ergebnis.
OpenAI Marketplace verbindet Enterprise-Budgets mit Partnersoftware
OpenAI Marketplace richtet sich an berechtigte Enterprise-Kunden. Ein Teil ihrer bestehenden vertraglichen OpenAI-Abnahmeverpflichtung kann für zugelassene Partnerprodukte angerechnet werden. Zulässigkeit und Betrag hängen vom Vertrag, Produkt und Programm ab. Den Vertrag mit dem Softwarepartner und dessen Bezahlung übernimmt der Kunde direkt. Für KMU ist das vor allem bei einem bestehenden Enterprise-Vertrag eine Beschaffungsfrage; ein gewöhnliches ChatGPT-Abonnement begründet diesen Anspruch nicht. Anbieterstatus, Lizenzumfang und tatsächliche Kosten müssen vor einem Kauf einzeln geklärt werden.
GPT-6.1 Sol: neues API-Modell, günstigere Cache-Lesezugriffe
GPT-6.1 Sol ist seit dem 29. September als gpt-6.1-sol in der API verfügbar. OpenAI positioniert es für anspruchsvolle Programmierung, Computerbedienung und Facharbeit. Bis 272.000 Eingabetokens kostet Standardverarbeitung je Million Tokens 2 US-Dollar für Eingaben, 0,10 US-Dollar für Cache-Lesezugriffe, 2,50 US-Dollar für Cache-Schreibzugriffe und 10 US-Dollar für Ausgaben. Cache-Lesen ist damit gegenüber GPT-6 Sol um die Hälfte günstiger; daraus folgt keine Halbierung der gesamten Anwendungskosten. Das Kontextfenster umfasst 1,05 Millionen Tokens, die maximale Ausgabe 128.000 Tokens. Oberhalb von 272.000 Eingabetokens gelten für die gesamte Anfrage doppelte Eingabe- und Cache-Sätze sowie der 1,5-fache Ausgabesatz. Die API-Abrechnung ist vom ChatGPT-Abonnement getrennt.
Bei der Migration reicht ein neuer Modellname nicht immer: Werkzeugaufrufe benötigen die Responses API; Chat Completions unterstützt dieses Modell nur ohne Werkzeuge. Die Reasoning-Stufen none und minimal entfallen. Unterstützt werden low, medium, high, xhigh und max, mit medium als Standard. Bestehende Sampling- und Logprob-Parameter müssen zur neuen Konfiguration passen. Deutschland gehört zu den unterstützten API-Ländern. EU-Datenresidenz ist für Sol 6.1 mit Standard, Flex und Batch dokumentiert, Fast dagegen nicht. Vergleichen Sie beispielsweise zehn echte Angebotsprüfungen nach fachlicher Qualität, Bearbeitungszeit und Gesamtkosten, bevor Sie umstellen.
Astra Ultrafast: Geschwindigkeit gegen Aufpreis, ohne EU-Verarbeitung
GPT-6 Astra erhält am 29. September den API-Tarif Ultrafast. Entwickler wählen ihn in Responses-Anfragen über service_tier=ultrafast. Bis 272.000 Eingabetokens nennt die Preistabelle je Million Tokens 60 US-Dollar für Eingaben, 6 für Cache-Lesen, 75 für Cache-Schreiben und 300 für Ausgaben. Zugang besteht für API-Nutzer innerhalb der jeweiligen Rate Limits. Unterstützt werden globale Verarbeitung und US-Datenresidenz; EU- und andere regionale Endpunkte sind ausgeschlossen. Für zeitkritische Analysen kann ein Vergleich sinnvoll sein, für nächtliche Stapelverarbeitung ist der Aufpreis schwerer zu rechtfertigen. GPT-6.1 Sol Ultrafast ist erst für die kommenden Tage angekündigt.
Agents API mit Browser und Multi-agent in Responses
Neu am 29. September ist Computer Use in der Agents API: Ein von OpenAI gehosteter Browser kann Weboberflächen bedienen. Die Anwendung muss Website-Freigaben und Anmeldungen einbinden. Ein KMU könnte damit einen internen Bestellprozess in einer Testumgebung prüfen lassen. Die Agents API selbst startete bereits am 10. September als öffentliche Beta. Sie berechnet Modell-, Werkzeug- und gegebenenfalls Container-Nutzung, ohne zusätzliche Agents-API-Gebühr. Ihre aktuelle Datenresidenz ist auf die USA begrenzt; Zero Data Retention wird auch mit einer selbst betriebenen Sandbox nicht unterstützt.
Davon getrennt unterstützt die Responses API GPT-6.1 Sol mit einer Multi-agent-Beta; auch die GPT-5.6-Modelle sind dokumentiert. Ein Hauptagent kann unabhängige Teilaufgaben verteilen und Ergebnisse zusammenführen. Für einen Angebotsvergleich könnten drei Agenten getrennt Leistungsumfang, Termine und Ausschlüsse prüfen. Die Beta muss ausdrücklich aktiviert werden und kann mehr Tokens verbrauchen. Gemeinsame Schreibzugriffe oder strikt aufeinander aufbauende Schritte eignen sich weniger gut. Berechtigungen und ein Kostenbudget bleiben Aufgaben der Anwendung.
Decisions API: begrenzte Vorschau für klar definierte Entscheidungen
Die Decisions API nutzt Luna für Fragen mit einer vorab festgelegten, endlichen Auswahl an Antworten. Text oder Bilder liefern den Kontext. Für ein Supportteam wäre beispielsweise die Zuordnung zu Rechnung, Technik oder Vertrieb ein denkbarer Testfall. Am 29. September ist der Zugang auf eine Vorschau begrenzt; die breitere Freigabe ist für die kommenden Tage geplant. Verbindliche Preise, Kontingente und eine konkrete DE-/EWR-Freigabe konnten wir in den geprüften Primärquellen noch nicht bestätigen.
Private Intelligence: Sicherheitsprüfung und vertrauliche Inferenz getrennt bewerten
Zero Data Retention mit Private Safety Processing ermöglicht automatisierte Sicherheitsprüfungen in einer abgeschotteten, hardwaregestützten Umgebung ohne menschlichen Zugriff auf die geschützten Inhalte. Dafür liegen verschlüsselte Sicherheitsaufzeichnungen mindestens 30 Tage in einem kundeneigenen Cloud-Speicher. Bereits für ZDR zugelassene Organisationen können die Einrichtung projektweise vornehmen; Speicherregion, Zugriffsrechte und gegebenenfalls eigene Schlüssel müssen passen. Das ist ein konkreter Betriebsaufwand, den ein Unternehmen vor der Aktivierung einplanen sollte.
Private Inference ist eine weitere angekündigte Komponente: Eine Vorschau mit Confidential Computing soll im Herbst folgen. Daraus lässt sich heute weder eine allgemeine Freigabe noch eine konkrete europäische Region oder ein Preis ableiten. Die Funktionen sollten daher anhand des tatsächlichen Datenflusses und ihrer jeweiligen Zulassungsbedingungen bewertet werden.
Bedrock Managed Agents: OpenAI-Agenten innerhalb von AWS
Der DevDay-Rückblick hebt Bedrock Managed Agents hervor: Agentensteuerung und Modellinferenz laufen in Amazon Bedrock, Befehle und Werkzeuge über AgentCore Runtime oder eigene Rechenressourcen. AWS kennzeichnet das Angebot weiterhin als begrenzte Vorschau; die ursprüngliche AWS-Ankündigung reicht bis April zurück. Für Unternehmen mit vorhandener AWS-Infrastruktur ist das eine prüfenswerte Betriebsoption. Es ist aber kein unveränderter Austausch des OpenAI-Endpunkts: Authentifizierung erfolgt über AWS IAM und SigV4, Funktionsumfang und Schnittstellen können abweichen. Konkrete Regionen einschließlich Frankfurt, Preise und individuelle Freischaltung müssen für diese Vorschau separat bestätigt werden.
Plugins als Arbeitsoberfläche und Auslöser für Automationen
Plugin Extensions erweitern ChatGPT um Seitenleisten-Apps, Panels neben Gesprächen sowie eigene Dateiansichten und Editoren. Ein Softwareanbieter könnte damit eine Projektübersicht direkt neben der Kundenunterhaltung anbieten. Die Detaildokumentation enthält wichtige Grenzen: Im Web folgen Extensions für Free und Go erst später; Erwähnungen von Plugin-Inhalten im Eingabefeld sind auf die Desktop-App beschränkt. OpenAI kündigt außerdem Plugin Creator, eine überarbeitete Einreichung mit besserem Feedback und verbesserte Auffindbarkeit an. Eine Veröffentlichung setzt weiterhin Prüfung und passende Zugriffsrechte voraus.
MCP Events verbindet Plugins mit ereignisgesteuerten Automationen, etwa wenn ein freigegebener Projektbereich neue Aufgaben meldet. Nutzer legen Beobachtung und Reaktion fest. Die dokumentierte Integration benötigt MCP 2.0 mit Protokollversion 2026-07-28, dauerhafte Abonnements und signierte HTTPS-Webhooks. Sie unterstützt nicht sämtliche Varianten des noch im Entwurf befindlichen Events-Standards; Polling und Streaming sind hier ausgeschlossen. Für einen ersten betrieblichen Test eignen sich Entwürfe oder interne Zusammenfassungen, deren Ergebnis vor externen Aktionen geprüft wird.
Sonnet 5.5: Was ist neu und was kostet das Modell?
Anthropic veröffentlichte Sonnet 5.5 am 28. September. Der API-Preis beträgt weiterhin 2 US-Dollar pro Million Eingabe-Tokens und 10 US-Dollar pro Million Ausgabe-Tokens. Die angekündigten niedrigeren Aufgabenkosten beruhen auf geringerem Tokenverbrauch, nicht auf einer Senkung dieser Listenpreise. Anthropic nennt mehr als 30 Prozent höhere Ausgabegeschwindigkeit und bis zu 30 Prozent geringere Kosten je Aufgabe gegenüber Sonnet 5; das sind Herstellerergebnisse, keine garantierten Einsparungen im Betrieb.
Für einen ersten Vergleich eignen sich klar begrenzte Aufgaben: eine Angebotsstruktur aus freigegebenen Notizen, die Überarbeitung einer Präsentation oder eine überschaubare Fehlerkorrektur. Verwenden Sie dieselben Eingaben und bewerten Sie Vollständigkeit, sachliche Fehler, Nacharbeit und Gesamtkosten. Lassen Sie besonders anspruchsvolle oder schlecht definierte Aufgaben zunächst beim bewährten Ablauf. Ein schnellerer erster Entwurf ist wenig wert, wenn wichtige Zahlen danach aufwendig korrigiert werden müssen. Haiku 5.5 ist für die kommenden Wochen angekündigt, zum Stichtag aber noch kein bestätigter Modellstart.
Sonnet 5.5 einführen: Modellwechsel und Migration unterscheiden
Ein Wechsel in der Claude-Modellauswahl ist etwas anderes als die Umstellung einer eigenen API-Anwendung. Für Entwickler lautet die Modellkennung claude-sonnet-5-5. Für bisher deaktiviertes Thinking gibt es between_tools: kein vorangestelltes Thinking, aber mögliche Thinking-Blöcke zwischen Werkzeugaufrufen. Diese Option gilt für low, medium und high; xhigh und max benötigen Adaptive Thinking. Die offizielle Migrationsanleitung enthält weitere Einschränkungen. Prüfen Sie außerdem Werkzeuge, strukturierte Ausgaben und gespeicherte Gesprächsverläufe in einer Testumgebung. Ein Modellname allein macht eine bestehende Integration noch nicht kompatibel.
Für Unternehmen in Deutschland gehört zum Test ein Blick auf den tatsächlich genutzten Zugang: Claude-App, eigene API oder Cloud-Anbieter. Die Veröffentlichung über mehrere Plattformen ist kein Nachweis für eine bestimmte deutsche Region, einen Tarif oder eine vereinbarte Datenverarbeitung. Bewahren Sie für Ihren Pilot den bisherigen Modellpfad als Rückfalloption auf und legen Sie fest, wer fehlerhafte Ergebnisse freigibt oder verwirft.
OpenAI: Kontosicherheit, Bildverständnis und Codex-Updates
Seit dem 25. September führt ChatGPT eine Security History für vergangene Kontoereignisse. Sie ergänzt die Prüfung aktiver Sitzungen; Orts- und Geräteangaben können ungenau sein. Ebenfalls am 25. September meldete OpenAI einen behobenen Bildencodingfehler bei GPT-6 Sol und Luna. Wer die Modelle für Screenshots, Diagramme oder Computer Use getestet hat, sollte betroffene Testfälle erneut ausführen. Der Fix ist keine zusätzliche Modellgeneration.
Für eingesetzte macOS-Clients ist das dokumentierte Sicherheitsupdate auf Version 26.924.20706 relevant. Die Codex-CLI-Releases vom 25. und 28. September ergänzen unter anderem Modellunterstützung, MCP-Anmeldung und Korrekturen an Netzwerk- und Freigabeverhalten. Aktualisieren Sie über den offiziellen Installationsweg und testen Sie danach Ihre verwendeten Verbindungen. Aus einer neuen Integrationsfunktion folgt keine Freigabe für sämtliche Daten oder Aktionen.
Der Vollständigkeit halber: Die ChatGPT-Produktnotizen vom 28. September nennen auch neue Auswahlmöglichkeiten für Inhalte in Health. Daraus leiten wir keinen betrieblichen Umgang mit Beschäftigtengesundheitsdaten ab. Kleinere mobile Bedienänderungen bündeln wir ebenfalls hier, statt für jede Wartungsversion eine konkurrierende Ratgeberseite anzulegen.
Claude Tag und Plugins: Was ändert sich für Teams?
Seit dem 24. September rollen persönliche Connectoren für Claude Tag in Slack-Channels auf Team-Tarifen aus; Enterprise soll folgen. Eine Antwort kann Informationen aus der persönlichen Verbindung enthalten und anschließend für den ganzen Channel sichtbar werden. Quellzugriff und Veröffentlichungsrecht müssen deshalb getrennt geprüft werden. Für einen ersten Einsatz empfehlen wir eine manuelle Prüfung vor dem Teilen, etwa bei einer Vertriebszusammenfassung aus dem eigenen CRM. Persönliche Connectoren gelten für eigene Anfragen; unbeaufsichtigte Routinen verwenden weiter die Verbindungen des Channels.
Am 25. September öffnete Anthropic außerdem ein Plugin-Einreichungsportal für Entwickler mit bezahltem Claude-Tarif. Ein MCP-Server oder ein Bundle kann zur Prüfung eingereicht und nach Zulassung veröffentlicht werden. Das ist für Anbieter wiederverwendbarer Kundenlösungen relevant; ein Abonnement garantiert keine Aufnahme. Für interne Teams bleibt die erste Aufgabe, vorhandene Plugins nach Datenzugriffen, Wartung und Verantwortlichkeit auszuwählen.
Sind Claude Docs und Slides jetzt kostenlos verfügbar?
Das können wir zum Prüfstand nicht allgemein bestätigen. Die offiziellen App-Release-Notes nennen Free, während die speziellen Hilfeseiten und die Preistabelle weiterhin Zugang über bezahlte Tarife beschreiben. Wir kennzeichnen diesen Quellenkonflikt auch in unseren vorhandenen Ratgebern. Ein bearbeiteter Release-Note-Text belegt weder den Zeitpunkt einer Änderung noch die Freischaltung aller Konten. Für Enterprise bleibt die Aktivierung durch den Owner relevant.
Wenn Sie Docs oder Slides für einen Workshop einplanen, testen Sie die Funktion mit genau dem vorgesehenen Teilnehmerkonto. Prüfen Sie zusätzlich Exportformat, gemeinsame Bearbeitung und die Freigabe der verwendeten Quellen. Eine funktionierende allgemeine Artifact-Ausgabe ist kein ausreichender Test für den Zugang zu einer speziellen Dokumentvorlage.
Claude für Entwickler: Migration, Cache und Abrechnung
Die Platform-Notizen melden Cache Diagnostics seit dem 23. September als allgemein verfügbar; dies ist ein Nachtrag zum bisherigen Stichtag. Auf der Claude API können Entwickler damit Ursachen für fehlende Cache-Treffer untersuchen; Bedrock und Google Cloud sind nicht eingeschlossen. Am 24. September änderten sich außerdem die Abrechnung bestimmter Ablehnungen vor der ersten Ausgabe und Enterprise-Compliance-Schnittstellen. Kalkulieren Sie nicht pauschal mit „abgelehnt bedeutet kostenlos“ und prüfen Sie bestehende Exportparser gegen die aktuelle Dokumentation.
Claude Code ergänzt in den Versionen vom 25. und 28. September unter anderem genauere Modellfreigaben, eine Prüfung von Projektanweisungen und Sonnet-5.5-Unterstützung. Ordnen Sie solche Updates einem betreuten Wartungsfenster zu. Die sinnvolle Kontrolle lautet: Startet die bisherige Aufgabe, bleiben Freigaben wirksam und kommt das Ergebnis im erwarteten Format zurück?
Bei der Compliance API sind Sessions der Excel-, PowerPoint-, Word- und Outlook-Add-ins neu abgedeckt, sofern die Enterprise-Voraussetzungen erfüllt sind. Im Activity Feed fehlen seit dem 24. September Dateinamen und Titel; bestehende Auswertungen sollten sich daher nicht auf diese Felder verlassen. Weitere Daten können entsprechende Metadatenberechtigungen erfordern.
Google: Live Avatar ergänzt Gemini 3.8 Live
Google stellte Live Avatar am 24. September für Gemini Enterprise vor. Die neue Funktion verbindet Echtzeitdialog mit einem gestreamten Avatar. Eigene Avatare benötigen eine zusätzliche Enterprise-Freischaltung. Die Modelldokumentation führt eine EU-Mehrfachregion auf; daraus folgt weder eine enthaltene Workspace-Lizenz noch eine automatische Freischaltung jedes deutschen Kontos. Es handelt sich um eine neue Live-Funktion, nicht um einen bestätigten Gemini-3.9-Start.
Ein möglicher Pilot ist die begleitete Erklärung eines Produkts oder einer internen Arbeitsanweisung. Bewerten Sie Verständlichkeit, Reaktionszeit, falsche Aussagen und den Übergang zu einem Menschen. Ein ansprechend auftretender Avatar kann Fehler überzeugender wirken lassen. Freigegebene Wissensquellen und ein klar begrenzter Aufgabenbereich sind deshalb wichtige Abnahmekriterien.
Workspace: Notebook-Quellen, Vids und der Meet-Rollout
Zwei relevante Nachträge stammen vom 23. September: Google Docs kann vorhandene Gemini Notebooks als Quellen einbinden, und Google Vids erhält Omni 1.1 Flash mit besserer Szenenverlängerung, 1080p-Ausgabe und genauerer Clipdauer. Docs bindet Notebooks über @ ein; ein berechtigter Tarif und aktivierte KI-Funktionen bleiben Voraussetzungen. Dazu zählen auch bestimmte persönliche Google-AI-Tarife. Omni gab es schon zuvor in Vids; neu sind die Version und ihre Möglichkeiten. Nutzungslimits hängen vom Konto ab.
Für Angebote oder Schulungsunterlagen kann ein kuratierter Quellenbestand hilfreicher sein als weitere unverbundene Chatverläufe. Prüfen Sie stichprobenartig, ob Zahlen und Aussagen wirklich aus den ausgewählten Unterlagen stammen. Bei erzeugten Videoclips gehören Markenfreigabe, Rechte am Ausgangsmaterial und die sachliche Prüfung vor eine Veröffentlichung.
Am 29. September beginnt außerdem der bereits angekündigte Rollout neuer Meet-Einstellungen für automatische Notizen. Er kann länger als 15 Tage dauern. Die Admin-Voreinstellungen unterscheiden sich nach Edition; „beginnt heute“ bedeutet daher weder „überall aktiv“ noch dieselbe Voreinstellung für alle Unternehmen. Prüfen Sie Ihre Einstellung, bevor regelmäßige Meetings automatisch dokumentiert werden.
Microsoft: Home, Code und Autopilot – was ist schon verfügbar?
Microsoft kündigte am 25. September einen neuen Copilot mit Home, Code und Autopilot an. Home bündelt Chat, Cowork und bearbeitbare Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien; Code zielt auf kleine Anwendungen und Workflows. Autopilot ist der neue Name des zuvor Scout genannten persönlichen Cloud-Agenten. Home und Code sind für Frontier-Vorschauen vorgesehen, Autopilot zunächst für eine erweiterte private Vorschau. Daraus ergibt sich am 29. September keine allgemeine Freischaltung sämtlicher Business- oder Privatkonten. Ein gemeinsames Plugin-Verzeichnis wird ebenfalls schrittweise ausgerollt.
Eine bereits als allgemein verfügbar beschriebene Neuerung ist Fabric IQ für Chat und Cowork: kuratierte Unternehmensdaten und Power-BI-Semantik sollen zusätzlichen Geschäftskontext liefern. Die Integration in Code ist hingegen erst für eine spätere Frontier-Vorschau vorgesehen. Für datengetriebene Berichte lohnt damit zuerst ein Test vorhandener, gepflegter Kennzahlendefinitionen.
Die zugehörige Managed Runtime wurde als Public Preview angekündigt. Sie soll von Copilot erzeugten Code betreiben und verwalten. Für einen Betrieb bleibt trotzdem zu klären, wer eine Anwendung freigibt, auf welche Daten sie zugreift und wie Änderungen zurückgenommen werden. Als ersten Pilot empfehlen wir eine interne Anwendung mit wenigen Nutzern und einem nachvollziehbaren Abnahmetest.
Microsoft bestätigt Sonnet 5.5 außerdem seit dem 28. September in Foundry. Das ist ein Zugang für eigene Anwendungen und Agenten, kein Beleg für dasselbe Modell in Microsoft 365 Copilot. Work IQ mit zusätzlichem Geschäftskontext ist zum Stichtag nur angekündigt: Die öffentliche Vorschau soll am 30. September beginnen. Wir zählen diesen späteren Termin nicht als bereits erfolgten Rollout.
Copilot-Kosten: Lizenz und Verbrauch gemeinsam betrachten
Microsofts neue Erläuterung des Preismodells trennt tägliche lizenzierte Nutzung von weitergehender verbrauchsabhängiger Agentenarbeit. Das ist weder eine zusätzliche Gebühr für jeden Prompt noch eine Zusage, dass jede Cowork-, Code- oder Autopilot-Aufgabe im Sitzpreis enthalten ist. Begleitende FinOps-Funktionen sollen Ausgaben und Richtlinien besser kontrollierbar machen. Konkrete Freigaben und neue Europreise müssen im eigenen Vertrag geprüft werden.
Für den Pilot legen Sie ein Budget, eine verantwortliche Person und einen klaren Stopp bei unerwartetem Verbrauch fest. Messen Sie geprüfte Ergebnisse und Nacharbeit zusammen mit Credits oder Ausgaben. Die ebenfalls im September besprochenen Purview- und Entra-Kontrollen ersetzen keine Bereinigung unpassender Datenzugriffe. Herstellervergleichsrechnungen übernehmen wir nicht als Einsparversprechen für Ihr Unternehmen.
Foundry: Sprachagenten und bessere Fehleranalyse
Microsoft stellte am 24. September außerdem Voice Agents und Insights in Foundry vor. Voice Agents bündelt Entwicklung, Werkzeuge, Bereitstellung und Auswertung von Sprachagenten. Insights analysiert Agent-Traces und schlägt begründete Verbesserungen vor; der Dienst ist ausdrücklich Public Preview und veröffentlicht Änderungen nicht selbst. Modell- und Telemetriekosten können zusätzlich anfallen.
Für einen Sprachassistenten im Unternehmen ist das ein Anlass, den bisherigen Pilot auf Gesprächsabbrüche, Werkzeugfehler und menschliche Übergaben zu prüfen. Der Voice-Agents-Beitrag nennt keinen eindeutigen allgemeinen Freigabestatus und keine vollständige regionale Liste. Wir leiten daraus keine zugesicherte Verfügbarkeit in Deutschland ab. Die angekündigte VS-Code-Erweiterung ist ebenfalls von bereits nutzbaren Portal-Funktionen zu trennen.
Was sollten KMU jetzt konkret tun?
Priorität haben Änderungen, die bestehende Arbeit betreffen: den Pro-200-Tarif und seine Übergangsregel prüfen, eingesetzte Clients aktualisieren, visuelle GPT-6-Testfälle wiederholen und eine Sonnet-5.5-Migration technisch testen. Danach folgen optionale Piloten mit Live Avatar, neuen Dokumentquellen oder Copilot Code. Nutzen Sie zunächst vorhandene Lizenzen und klar abgegrenzte Datenbestände.
Müssen wir wegen der neuen Modelle sofort wechseln? Nein. Vergleichen Sie reale Aufgaben einschließlich fachlicher Kontrolle. Sind alle genannten Funktionen in Deutschland verfügbar? Ein unterstütztes Land, eine EU-Modellregion und eine Freigabe im eigenen Workspace sind drei unterschiedliche Aussagen. Gilt ein Pro- oder Team-Abo automatisch für die API? Nein; prüfen Sie den jeweiligen Abrechnungsweg separat.
Wenn die Auswahl unübersichtlich wird, beginnen Sie beim Arbeitsablauf: Welche wiederkehrende Aufgabe kostet Zeit, welche Quellen sind freigegeben und woran erkennen Sie ein korrektes Ergebnis? Der KI-Systemcheck hilft, diese Voraussetzungen zu ordnen und einen sinnvollen ersten Einsatz einzugrenzen. Die Beispiele in diesem Artikel sind Empfehlungen für einen Test, keine behaupteten Kundenresultate.
Entscheidungsmatrix
| Neuerung | Status und Grenze | Sinnvoller nächster Schritt |
|---|---|---|
| Claude Sonnet 5.5 | Veröffentlicht am 28.09.; Modellzugang und API-Migration getrennt prüfen | Zehn wiederkehrende Aufgaben mit dem bisherigen Modell vergleichen |
| ChatGPT Pro 200 | Wieder buchbar; geringeres Kontingent, genaue Kürzung öffentlich offen | Eigenen Tarif, Übergangsregel und Nutzung im Konto prüfen |
| DevDay: Modelle und Agenten | GPT-6.1 Sol, Pro 500/Ultrafast und Dots haben unterschiedliche Tarif- und Regionsgrenzen | Modell, Datenstandort und Kosten pro Aufgabe getrennt vergleichen |
| Gemini und Workspace | Neue Arbeitsfunktionen; Enterprise-Zugang und gestaffelte Rollouts beachten | Nur mit freigegebenen Dokumenten und vorhandenen Rechten testen |
| Microsoft Copilot | Ankündigungen vom 25.09.; mehrere Funktionen zunächst Preview | Mandantenfreigabe und Abrechnung vor dem Pilot klären |
Nachvollziehbar bleiben
Primärquellen
- Anthropic: Sonnet 5.5 – Ankündigung / announcement, 28 SeptemberQuellenstand:
- OpenAI: About ChatGPT Pro tiers — transition termsQuellenstand:
- OpenAI: Codex and Work pricingQuellenstand:
- OpenAI: Credits for personal plansQuellenstand:
- OpenAI: ChatGPT release notes — 29 September 2026Quellenstand:
- OpenAI: API changelog, 29 SeptemberQuellenstand:
- OpenAI: ChatGPT and Codex changelogQuellenstand:
- OpenAI: Codex CLI 0.157.0Quellenstand:
- OpenAI: Codex CLI 0.158.0Quellenstand:
- Anthropic: Sonnet 5.5 model overviewQuellenstand:
- Anthropic: Sonnet 5.5 migration guideQuellenstand:
- Anthropic: Personal connectors in Claude Tag, 24 SeptemberQuellenstand:
- Anthropic: Build plugins for Claude, 25 SeptemberQuellenstand:
- Anthropic: App release notesQuellenstand:
- Anthropic: Artifacts and template availabilityQuellenstand:
- Anthropic: Claude Docs availabilityQuellenstand:
- Anthropic: Claude pricingQuellenstand:
- Anthropic: Platform release notesQuellenstand:
- Anthropic: Claude Code changelogQuellenstand:
- Google: Live Avatar, 24 SeptemberQuellenstand:
- Google: Gemini 3.8 Live model and regionsQuellenstand:
- Google: Notebook sources in Docs, 23 SeptemberQuellenstand:
- Google: Omni 1.1 Flash in Vids, 23 SeptemberQuellenstand:
- Google: Meet settings — rollout starts 29 SeptemberQuellenstand:
- Microsoft: Home, Code and Autopilot, 25 SeptemberQuellenstand:
- Microsoft: Managed Runtime public preview, 25 SeptemberQuellenstand:
- Microsoft: Sonnet 5.5 in Foundry, 28 SeptemberQuellenstand:
- Microsoft: Work IQ — preview scheduled for 30 SeptemberQuellenstand:
- Microsoft: Evolution of Copilot pricing, 25 SeptemberQuellenstand:
- Microsoft: FinOps controls for AIQuellenstand:
- Microsoft: September security review, 24 SeptemberQuellenstand:
- Microsoft: Voice Agents in Foundry, 24 SeptemberQuellenstand:
- Microsoft: Insights in Foundry, 24 SeptemberQuellenstand:
- Anthropic: Cache DiagnosticsQuellenstand:
- Anthropic: Compliance sessionsQuellenstand:
- Anthropic: Compliance Activity FeedQuellenstand:
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- OpenAI: Speed — Astra Ultrafast usage and residencyQuellenstand:
- OpenAI: Getting started with your dotQuellenstand:
- OpenAI: ChatGPT SpaceQuellenstand:
- OpenAI: Pages in ChatGPT SpaceQuellenstand:
- OpenAI: Creating and managing ChatGPT SitesQuellenstand:
- OpenAI: Using Codex with your ChatGPT plan — Sites regional restrictionQuellenstand:
- OpenAI: Shareable profiles in ChatGPTQuellenstand:
- OpenAI: Sign in with ChatGPTQuellenstand:
- OpenAI: Plugins in ChatGPT and CodexQuellenstand:
- OpenAI: MCP Events implementationQuellenstand:
- OpenAI: Codex Cloud environments — setup and limitationsQuellenstand:
- OpenAI: Code reviewQuellenstand:
- OpenAI: Codex Security Cloud — setupQuellenstand:
- OpenAI: Codex Security Cloud — FAQQuellenstand:
- OpenAI: DevDay 2026 Recap (29 September 2026)Quellenstand:
- OpenAI: Introducing GPT-6.1 SolQuellenstand:
- OpenAI: Introducing Dots — specialist pilots and Microsoft Agent 365Quellenstand:
- OpenAI: Meetings plugin — macOS beta and limited Enterprise alphaQuellenstand:
- OpenAI: ChatGPT Space — collaborative slides announcementQuellenstand:
- OpenAI: ChatGPT Sites — hosting plugins for organizationsQuellenstand:
- OpenAI: Codex CLI — refreshed interfaceQuellenstand:
- OpenAI: Using your ChatGPT plan in other apps and sitesQuellenstand:
- OpenAI: GPT-6.1 Sol model specificationsQuellenstand:
- OpenAI: GPT-6 migration guidanceQuellenstand:
- OpenAI: API pricing, Standard and UltrafastQuellenstand:
- OpenAI: API data controls and regional processingQuellenstand:
- OpenAI: Supported API countriesQuellenstand:
- OpenAI: Ultrafast modeQuellenstand:
- OpenAI: Introducing the Agents API, 10 SeptemberQuellenstand:
- OpenAI: Agents API overview and retention limitsQuellenstand:
- OpenAI: Computer use in the Agents APIQuellenstand:
- OpenAI: Multi-agent in the Responses APIQuellenstand:
- OpenAI: ZDR with Private Safety ProcessingQuellenstand:
- AWS: Bedrock Managed Agents limited previewQuellenstand:
- OpenAI: Bedrock Managed Agents architecture comparisonQuellenstand:
- Amazon: OpenAI on Bedrock, announcement historyQuellenstand:
- OpenAI: Plugin Extensions and availabilityQuellenstand:
- OpenAI: Plugin development and publicationQuellenstand:
- OpenAI Help: Teams in ChatGPTQuellenstand:
- OpenAI Help: Creating and managing team tasks in ChatGPTQuellenstand:
- ChatGPT Learn: Set up and manage teams and Team TasksQuellenstand:
- ChatGPT: @ChatGPT in Slack and Microsoft TeamsQuellenstand:
- OpenAI Marketplace: eligibility, partner products and billingQuellenstand:





