KI-News für Unternehmen · Stand 24. Oktober 2026

Tools arbeiten im Hintergrund weiter und fragen nach, wenn ihnen etwas fehlt.

Anthropic hat am 23. Oktober 2026 Unterstützung für MCP Tasks und Elicitations in Claude angekündigt. Tasks erlauben es, Plugins lange laufende Aufgaben wie eine tiefe Recherche zu übergeben, die sich nach Abschluss zurückmelden. In Claude Code ist die Funktion als öffentliche Beta dokumentiert. Für Unternehmen ist das relevant, weil MCP-Server damit Berichte, Exporte oder Builds übernehmen können, ohne die Sitzung zu blockieren.

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Auf den Punkt

Eine MCP Task ist ein langer Job, etwa ein Berichtsexport oder ein Build, den ein MCP-Server selbst ausführt. Claudes Toolaufruf endet, sobald der Server den Job annimmt; Claude arbeitet weiter und erhält das Ergebnis, wenn der Job fertig ist. In Claude Code sind MCP Tasks eine öffentliche Beta und brauchen Version 2.1.304 oder neuer. Sie funktionieren laut Dokumentation in der Terminal-CLI, im Agent SDK und in GitHub Actions, nicht in der VS-Code-Erweiterung oder der Desktop-App.

01 / FIT

Geeignet, wenn

  • Entwicklungs- und Datenteams, die Claude Code in der Terminal-CLI, im Agent SDK oder in GitHub Actions nutzen und eigene MCP-Server für Berichte, Exporte oder Builds betreiben.

02 / GRENZEN

Nicht die erste Wahl, wenn

  • Teams, die Claude Code nur über die VS-Code-Erweiterung, die Desktop-App, über Amazon Bedrock oder mit abgeschalteter Telemetrie nutzen: Dort gibt es laut Dokumentation keine MCP Tasks.

Was ist neu?

Am 23. Oktober 2026 kündigte Anthropic über den Kanal ClaudeDevs Unterstützung für MCP Tasks und Elicitations in Claude an. Tasks lassen Claude laut Ankündigung Plugins lange laufende Aufgaben übergeben, etwa eine tiefe Recherche, und sich nach Abschluss zurückmelden.

Die Claude-Code-Dokumentation beschreibt den Ablauf genauer. Eine MCP Task ist ein langer Job, etwa ein Berichtsexport oder ein Build, den ein MCP-Server über die MCP-Tasks-Erweiterung selbst ausführt. Claudes Toolaufruf kehrt zurück, sobald der Server den Job angenommen hat, und Claude arbeitet weiter. Ist der Job beendet, erscheint ein Hinweis im Verlauf und Claude erhält das Ergebnis.

Wo funktionieren MCP Tasks?

MCP Tasks sind in der Claude-Code-CLI eine öffentliche Beta und brauchen Version 2.1.304 oder neuer. Damit ein Toolaufruf zur Task wird, müssen laut Dokumentation alle folgenden Bedingungen erfüllt sein. Andernfalls bleibt es ein normaler Toolaufruf.

  • Der Server unterstützt Tasks und ist ein HTTP-, stdio- oder claude.ai-Connector-Server mit Protokollrevision 2026-07-28
  • Die Sitzung lädt Feature-Flags, also nicht über Amazon Bedrock oder andere Drittanbieter und nicht mit abgeschalteter Telemetrie
  • Terminal-CLI, Agent SDK oder GitHub Actions; nicht die VS-Code-Erweiterung und nicht die Desktop-App
  • Der Aufruf kommt aus der Hauptunterhaltung, nicht von einem Subagenten; ein einmaliger Aufruf mit claude -p bekommt keine Tasks

Was passiert, während eine Task läuft?

Während der Job läuft, zeigt die Fußzeile einen Zähler wie 1 MCP task, und Claude Code fragt den Status beim Server ab. In /tasks lässt sich eine Task auswählen und mit x stoppen. Claude Code bittet den Server dann um Abbruch, der Server kann den Job aber trotzdem beenden. Esc stoppt eine Hintergrund-Task nicht. Standardmäßig setzt Claude Code einer Task im Hintergrund kein eigenes Zeitlimit.

Eine Task auf einem entfernten Server läuft nach dem Beenden von Claude Code weiter. Um ihr wieder zu folgen, setzen Sie dieselbe Sitzung interaktiv fort, etwa mit claude --resume, und lassen Name und Verbindungseinstellungen des Servers unverändert. Eine neue Sitzung oder ein Fork folgt der Task nicht. Beim stdio-Server endet dagegen dessen Prozess mit Claude Code. Meldet Claude Code outcome unknown, kann ein zweiter Aufruf die Arbeit wiederholen; klären Sie vorher beim Server, was bereits erledigt wurde.

Wie stellen MCP-Server Rückfragen?

Mit Elicitation fordert ein MCP-Server mitten in der Arbeit strukturierte Eingaben an, wenn ihm Informationen fehlen. Claude Code zeigt dann einen Dialog und gibt die Antwort an den Server weiter. Im Formularmodus legt der Server die Felder fest. Im URL-Modus fragt Claude Code, ob ein Link im Browser geöffnet werden soll, etwa für eine Anmeldung. Eine eigene Konfiguration ist dafür laut Dokumentation nicht nötig.

Auch eine laufende Task kann so nachfragen. Ablehnen oder Esc gilt als Antwort, und der Server entscheidet, ob die Task weiterläuft. In nicht interaktiven Sitzungen bittet Claude Code den Server, eine Task mit offener Rückfrage abzubrechen. Seit Version 2.1.310 vom 23. Oktober 2026 erfährt Claude bei einem Zeitüberschreitungsfehler mit unbeantworteter Rückfrage zudem, dass keine Antwort kam und der Aufruf nicht wiederholt werden soll.

Was müssen Entwickler von MCP-Servern beachten?

Ein Server darf einen langen tools/call nur dann mit einer Task beantworten, wenn die Anfrage die Tasks-Erweiterung in den Client-Fähigkeiten trägt; sonst erhält Claude einen Toolfehler. Danach fragt Claude Code den Status regelmäßig mit tasks/get ab. Bei HTTP- und Connector-Servern muss die Task-Antwort innerhalb des Zeitlimits pro Anfrage beginnen, deshalb erst den Job annehmen und antworten, dann arbeiten.

  • resultType auf task, dazu taskId, status, createdAt, lastUpdatedAt und ttlMs als Pflichtfelder
  • taskId mit höchstens 128 druckbaren ASCII-Zeichen ohne Leerzeichen, auch über neue Verbindungen beantwortbar
  • pollIntervalMs optional, begrenzt auf 250 bis 30.000 Millisekunden, ohne Angabe 2.000
  • Status input_required mit inputRequests; elicitation/create wird nur in interaktiven Terminal-Sitzungen bedient

Was sollten Teams jetzt tun?

Prüfen Sie, welche Ihrer MCP-Server lange Jobs ausführen und ob sie die Tasks-Erweiterung unterstützen. Testen Sie die Beta zuerst mit einem Server, der nur liest, etwa einem Berichtsexport, in der Terminal-CLI ab Version 2.1.304. Weil Tasks auf entfernten Servern nach dem Beenden weiterlaufen können, sollte klar sein, wer laufende Jobs stoppt und wie Kosten und Nebenwirkungen kontrolliert werden.

Prüfen Sie bei Rückfragen per Formular oder Link immer, welcher Server fragt, bevor Sie Daten eingeben oder einen Link öffnen. Halten Sie die Server in Ihrer KI-Richtlinie fest, die Rückfragen stellen dürfen. Der kostenlose KI-Systemcheck hilft, Werkzeuge, Freigaben und Verantwortlichkeiten im Team zu ordnen. Die Hinweise hier sind Vorschläge, keine Kundenergebnisse.

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